In vier Monaten zum Matcha-Café

IT-Gruppe der Medienlehrlinge präsentiert Konzepte für coole Bars

Die Farbe Grün symbolisiert das Grünteepulver, rosa steht für die Kirschblüte und hellbraun für das, was es im Matcha-Café von Ghena Hamdouni im Überfluss gibt: Kaffee. Viele 15- bis 30-Jährige kommen hierher, um das Kultgetränk heiß oder kalt entweder gleich hier zu genießen oder mitzunehmen. Auf den Untersetzern ist das Logo mit einer dampfenden Kaffeetasse zu sehen, aus den Lautsprechern jazzige Klaviermusik zu hören. Besonders cool aber ist die Rückwand der Café-Bar, die zur Gänze aus LEDs besteht und sich ständig verändert. Kostenpunkt: 80.000 €. 

Geben tut es diese stylishe Bar bislang nur in Form eines Modells, doch Ghena Hamdouni hat voWerbeplakat in der U-Bahn-Station über Folder und Visitenkarten bis hin zur Einrichtung, Beleuchtung und Dekoration des Cafés im japanischen Stil alles bis ins letzte Detail durchgeplant und berechnetso dass die Bar demnächst eröffnet werden könnte„Am Eingang gibt es einen Spiegel mit dem Slogan Matcha Vibes Only an der Wand gegenüber – der perfekte Ort für ein Fotowie wir es in unserer Generation gern machen.“  

Vier Monate lang hatten die Jugendlichen, die im ipcenter eine von AMS und waff finanzierte Überbetriebliche Lehrausbildung zur Medienfachkraft machen, Zeit für die Umsetzung des Projekts. „Mein Vorschlag war es, eine Bar für die junge Generation zu entwerfen“, erklärt Trainerin Elena Karloff. Zwar haben die Lehrlinge ihre Ideen hauptsächlich am Computer visualisiert, aber nicht nur: „Wichtig ist es auch, ein Modell zu basteln, das in die Hand genommen und aus allen möglichen Perspektiven und Winkeln sowie bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen angeschaut werden kann“, erklärt die Architektin Samira Faramazi, die bei der Präsentation der Projekte von Ghena Hamdouni, Nour Alkhabour und Niklas Leeb die Kreativität der Materialauswahl und die Maßstabstreue bewertet hat. Die einfallsreichen Jugendlichen haben mit diesen überzeugenden Arbeiten gute Chancennicht nur die Architektin, sondern auch die Unternehmen überzeugen, bei denen sie sich bewerben werden.

Gruppenfoto der Medienlehrlinge bei der Präsentation