Umgang mit Stress im Gesundheitswesen
Wie das MERR-Projekt praxisnahe Trainings zur Stärkung mentaler Resilienz entwickelt
Ende Jänner trafen sich die Partner:innen des MERR-Projekts beim Transnational Partner Meeting (TPM) in Dortmund, um die Entwicklung der kommenden Trainingsmodule für Gesundheitsfachkräfte voranzutreiben. Im Mittelpunkt standen dabei Themen, die im Berufsalltag unmittelbar wirksam sind und Fachkräfte in herausfordernden Arbeitssituationen konkret unterstützen:
Das frühzeitige Erkennen von Stresssignalen, eine klare und empathische Kommunikation auch unter Druck, das bewusste Setzen von Grenzen sowie der professionelle Umgang mit emotional belastenden Situationen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Quiet Quitting – dem bewussten Zurückziehen auf das Nötigste, ohne formell zu kündigen. Häufig ist dieses Verhalten weniger Ausdruck mangelnder Motivation als vielmehr ein stilles Warnsignal für Überlastung, fehlende Wertschätzung oder emotionale Erschöpfung.
MERR – Mental Resilience Resources ist ein EU-gefördertes Projekt, das sich der Stärkung mentaler Gesundheit im Gesundheitswesen widmet. Die im Projekt entwickelten Trainingsmodule machen sichtbar, wann normaler Stress in anhaltende Überforderung oder mentale Gesundheitsprobleme übergeht, und zeigen praxisnahe Wege auf, wie Einzelpersonen und Teams konstruktiv damit umgehen können.
Die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die weitere Ausarbeitung der Trainingsmodule ein. Das Treffen in Dortmund bot zudem Raum für intensiven fachlichen Austausch und unterstrich den Mehrwert der Zusammenarbeit der Projektpartner:innen European Nursing Council, Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR), pulso group, SystServ SA und TU Dortmund, die gemeinsam an der Weiterentwicklung nachhaltiger Unterstützungsangebote für das Gesundheitswesen arbeiten.


