„Ich schätze die flache Hierarchie und den lockeren Umgangston“

Wie war dein Weg ins ipcenter?

Ein Bekannter von mir hat damals im ipcenter gearbeitet und mir erzählt, dass dort Deutschtrainer:innen gesucht werden würden. Mein Vorstellungsgespräch hatte ich mit Michaela Mauer, die jetzt die Abteilung Tender Management leitet, am damaligen Standort Altmannsdorferstraße, wo noch Baustelle war. Erst später bin ich draufgekommen, dass ich mich im Datum geirrt hatte und an dem Tag eigentlich gar keinen Termin hatte!

Welches war deine erste Tätigkeit im ipcenter, was genau hast du gemacht?

Ich war zunächst Vertretungstrainer. Damals haben noch alle Trainer:innen selbstständig mit Gewerbeschein gearbeitet und sich ihre Vertretungen noch selbst organisiert. Für diese Vertretungen habe ich dann Honorarnoten geschrieben.

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Was machst du jetzt im ipcenter?

Aktuell habe ich zwei Rollen: Als Trainingskoordinator Deutsch fallen die drei Projekte mit dem Schwerpunkt Deutsch (Deutsch Wien West vom AMS, das Startpaket Deutsch vom ÖIF und das Jugendcollege) mit insgesamt rund 90 Trainer:innen in meinen Zuständigkeitsbereich.

Zu meinen Aufgaben gehören beispielsweise das Onboarding neuer Kolleg:innen sowie das Erstellen von Konzepten und Prüfungen. Meine Kernaufgabe ist die Unterstützung der Trainer:innen bei Themen wie Zeiterfassung, Fragen zum Unterrichten oder Lehrmaterial. Zudem fungiere ich als Schnittstelle zu anderen Teams und Abteilungen im ipcenter und arbeite sehr eng mit den Kolleg:innen von Human Resources (Recruiting & Karriere, Zeiterfassung und Personal) zusammen.

Außerdem bin ich auch noch Betriebsratsvorsitzender, wobei es glücklicherweise immer wieder Überschneidungen meiner Aufgabenbereiche gibt. Meine Kontakte innerhalb der Firma helfen mir sowohl bei der einen wie auch bei der anderen Tätigkeit sehr oft weiter.

Welche Zwischenstationen gab es auf diesem Weg?

Angefangen habe ich wie gesagt als Vertretungstrainer, später wurde ich dann Haupttrainer mit eigenen Kursen und habe auch immer wieder mal andere Dinge wie zum Beispiel Infotage und Kurseinstufungen für neue Teilnehmende gemacht. 2016 wurden in mehreren Projekten Interessensvertreter:innen für die Trainer:innen etabliert und wir haben uns ca. einmal pro Monat getroffen.

Parallel war ich aber auch immer selbst Deutschtrainer und habe an so ziemlich jedem Standort von ipcenter unterrichtet – von der Altmannsdorfer Straße über den Altmannsdorfer Anger, die Breitenfurter Straße, die Gutheil-Schoder-Gasse und die Kürschnergasse bis hin zum U4 Center. Außerdem war ich auch ÖSD-Prüfer und habe hierbei auch andere Institute kennengelernt.

Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen, was war der Auslöser dafür bzw. deine Motivation? 

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Vieles ist durch Zufall entstanden. Am Anfang waren wir ja selbstständig und haben danach einen Freien Dienstvertrag bekommen. Ich wollte daher so viel wie möglich arbeiten und habe alles ausprobiert, was mir angeboten wurde. Als Trainervertreter für Deutsch habe ich die Arbeit als Trainer auf einer ganz

anderen Ebene wahrgenommen und das Antreten zur Wahl des Betriebsrats war dann eigentlich ein logischer nächster Schritt.

Hast du dafür eine Weiterbildung bzw. Weiterbildungen absolviert?

Als Deutschtrainer gab es im Laufe der Jahre in den Projekten des AMS/ÖIF immer wieder Zusatz- und Weiterbildungen, und auch als Prüfer musste ich beim ÖSD mehrere Aus- und Weiterbildungen absolvieren. Als Betriebsrat habe ich gerade in den ersten Jahren sehr viele Seminare, Schulungen und Workshops besucht und auch jetzt noch habe ich im Schnitt eine bis zwei Fortbildungen pro Monat. Die meisten sind aber inzwischen online.

Was hast du auf dem Weg gelernt und in deine aktuelle Tätigkeit mitgenommen?

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Schon als Trainer:innenvertreter habe ich immer wieder Kolleg:innen aus anderen Teams kennengelernt. Das ipcenter war am Anfang noch recht klein, ist aber ständig gewachsen. Diesen Kontakt über das eigene Team hinaus finde ich sehr wichtig, gerade an Standorten mit unterschiedlichen Projekten. Auch als Betriebsrat habe ich gelernt, dass man auf die Kolleg:innen zugehen und den Kontakt suchen muss. Wenn ich in den Standorten unterwegs bin, werde ich oft mit ‚Ach Christoph, weil ich dich gerade sehe…‘ begrüßt und diese Gespräche sind oft die besten. Die Tür zu meinem Büro steht fast immer offen, denn es geht nichts über den persönlichen Austausch.

 

Wie bist du persönlich dabei gewachsen?

Vieles, was ich im Beruf gelernt habe, kann ich gut im Privatleben verwenden und umgekehrt. Als Vater von zwei kleinen Kindern muss ich immer wieder meine Komfortzone verlassen und neue Dinge ausprobieren. Das klappt nicht immer, aber man kann auch an seinen Fehlern wachsen. An der Trennung von Familie und Beruf muss ich noch feilen, das ist gerade als Betriebsrat nicht immer leicht.

Was schätzt du generell am ipcenter?

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Was ich besonders schätze, sind die flache Hierarchie und der lockere Umgangston im ipcenter. Wir sind eigentlich alle per Du und das trägt auch sehr mit dazu bei, dass man sich willkommen fühlt.

Beim Onboarding neuer Kolleg:innen versuche ich immer, diese Atmosphäre zu vermitteln, da ich ja einer der ersten Berührungspunkte mit dem Unternehmen bin. Ich schätze es zudem sehr, dass es beim ipcenter Raum für Fehler gibt. Das gibt einem die Sicherheit, auch mal etwas Neues zu wagen.