„Man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen“
Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit im ipcenter ist Ivana Ostojic Brenner ins kalte Wasser gesprungen, indem sie das Englisch-Projekt vom ersten Tag an mit aufgebaut und gestaltet hat. Von der Trainerin hat sie sich Schritt für Schritt und Weiterbildung für Weiterbildung zur Projektmanagerin entwickelt. Einer ihrer inhaltlichen Schwerpunkte ist die Künstliche Intelligenz (KI).
Wie war dein Weg ins ipcenter?

Welches war deine erste Tätigkeit im ipcenter, was genau hast du gemacht?
Ich habe das Englisch-Projekt vom ersten Tag an mitaufgebaut, habe Listen der Teilnehmenden erstellt, Interviews geführt und Einstufungstests gemacht und danach noch unterrichtet. Jeden Montag kamen etwa 110 bis 150 Interessent:innen, die eine Hälfte am Vormittag, die andere am Nachmittag, denen eine Kollegin und ich die passenden Kurse zuweisen mussten, was eine effiziente Organisation erforderlich machte. An meinem ersten Tag gab es um 9.30 Uhr einen Stromausfall, und noch dazu musste die Mitarbeiterin, die mich eingeschult hatte, weg – das war alles sehr spannend.
Was machst du jetzt im ipcenter?

Ich gehöre zur Abteilung Tender Management und bin zuständig für die Netzwerke auf internationaler Ebene. Ich entwickle Projekte und baue sie auf, bevor ich sie an die Leiterin des Teams Internationale Weiterbildungsprojekte übergebe. Dazu gehört viel Recherche: Ich schaue mir zum Beispiel Statistiken und Analysen an und evaluiere Bildungsbedarf und Bildungstrends.
Welche Zwischenstationen gab es auf diesem Weg?
Nachdem ich als Englischtrainerin begonnen hatte, habe ich ein kleines Projekt übernommen und parallel dazu in weiteren Projekten gearbeitet. Danach habe ich zusammen mit Michaela Mauer den Bereich Human Resources und Recruiting übernommen. Einige Trainer:innen, die wir gemeinsam angestellt haben, arbeiten noch immer bei ipcenter! Dann bin ich in Elternkarenz gegangen und bei meiner Rückkehr gab es eine offene Stelle im Lehrlingsbüro an unserem Standort in der Breitenfurter Straße 111-113. Das hat gut für mich gepasst, da meine Tocher in den Kindergarten gegenüber gegangen ist. Es hat sich aber schnell herausgestellt, dass die Tätigkeiten im Lehrlingsbüro nicht wirklich meine Stärke waren – Hut ab vor den Kolleg:innen, die dort tätig sind! Eine Veränderung hat sich für mich durch unsere internationalen Bildungsprojekte ergeben, wo ich zunächst als Trainerin, dann als Projektmanagerin gearbeitet habe. Das war die richtige Entscheidung! Ich konnte mich immer weiterentwickeln und entfalten.
Welche Weiterbildungen hast du absolviert?
2017 habe ich mit großer Unterstützung vom waff die Ausbildung und Zertifizierung zur Projektmanagerin gemacht. Danach habe ich mich in Organisationsentwicklung und Gesundheitsmanagement weitergebildet, begleitet von vielen Zertifizierungen, zum Beispiel für KI-Prompts und als Virtual-Reality-Trainerin. Nicht zuletzt bin ich auch KI-

Projektmanagerin und habe ein mit dem EU AI Act konformes Zertifikat in KI-Compliance. Zwar wurde nicht alles davon vom waff unterstützt, sondern ich habe auch viel selbst investiert, aber das war es mir wert. Vieles davon kann ich in meiner Arbeit sehr gut anwenden.
Was hast du auf deinem Weg gelernt und in deine aktuelle Tätigkeit mitgenommen?
Einiges! Ich habe zum Beispiel gelernt, stets gut zuzuhören. Alles ist eine Gelegenheit für Netzwerke und fürs Brainstorming – Kreativität ist inspirierend! Was die Weiterbildungen betrifft, habe ich aus jedem Kurs etwas mitgenommen, was mir weitergeholfen hat, sei es beruflich oder auch privat.
Wie bist du persönlich dabei gewachsen?
Sehr. Ich hatte neben meinem Job ein paar Gelegenheiten, als Moderatorin bei Konferenzen dabei zu sein, ich habe sehr viele verschiedene Leute kennengelernt – und mich selbst besser. Außerdem ist mir klar geworden, dass man nie zu alt ist, um etwas Neues zu lernen. Wenn wir älter werden, lernen wir nur einfach anders.
Was schätzt du generell am ipcenter?
Ich schätze die Menschen, die hier arbeiten, sehr. Ich schätze ihre Hilfsbereitschaft, sei es im beruflichen Kontext, sei es, wenn etwas Gravierendes passiert – ipcenter hat das Herz auf dem richtigen Fleck, auch wenn es natürlich manchmal Umstände gibt, die man nicht

kontrollieren oder beeinflussen kann. Weil ich über eine gewisse Flexibilität verfüge und das Vertrauen meiner Vorgesetzen genieße, konnte ich mich ebenso wie viele andere hier gut entfalten.



